DiP - Diversity Management in der Personalentwicklung

DiP - Diversity Management in der Personalentwicklung

Dienstag, den 26. April 2011 um 10:29 Uhr

Familienbewusste Unternehmenspolitik zahlt sich aus

Die Tatsache, dass es in Zukunft noch schwieriger sein wird, qualifiziertes Personal für das eigene Unternehmen zu gewinnen bzw. an das Unternehmen zu binden, stellt gerade KMU vor eine große Herausforderung. Inwiefern eine familienfreundliche Politik finanzielle Vorteile, auch für KMU generieren kann, wird auf der Homepage Erfolgsfaktor Familie anhand von Informationen und Rechenbeispielen ausführlich erläutert. Eine familienfreundliche Unternehmenskultur kann u.a. ein Faktor sein, der die Attraktivität als Arbeitgeber erhöht. Einer Studie von Roland Berger Consulting zufolge ist bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers für 92% der Arbeitnehmer/innen mit minderjährigen Kindern im Haushalt die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtiger oder ebenso wichtig wie das Gehalt.

Auch bei kinderlosen Arbeitnehmer/innen spielt die Familienfreundlichkeit eine übergeordnete Rolle. Knapp 2/3 der Befragten gaben an, dass dieser Faktor die Wahl des zukünftigen Arbeitgebers maßgeblich beeinflusst.
Daraus wird deutlich, dass das Thema Beruf und Familie für Unternehmen nicht zu umgehen ist. Ansatzpunkte für Maßnahmen in diese Richtung können vielfältig sein. Neben einer betrieblich unterstützten Kinderbetreuung und einer familienbewussten Arbeits(zeit)organisation können auch die Enttabuisierung der Vereinbarung von Beruf und Pflege sowie die Information und Kommunikation über das Thema dazu beitragen, als Unternehmen für familienbewusste Arbeitnehmer/innen attraktiv zu sein.
Die Vorteile, die aus einer familienfreundlichen Unternehmenspolitik resultieren, sind nicht nur auf die Personalgewinnung und -bindung beschränkt. Das Unternehmen kann von weiteren positiven Effekten profitieren. So konnte in einer Studie des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik festgestellt werden, dass familienfreundliche Unternehmen über einen um 26% größeren Bewerberpool verfügen. Zudem erreichten familienfreundliche Unternehmen deutlich bessere Werte in puncto:

  • Erhöhung der Mitarbeiterproduktivität, -motivation, -bindung (+17%)
  • Senkung von Wiedereingliederungskosten (+14%)
  • Verbesserung Arbeitszufriedenheit, Reduktion von Fehlzeiten (+13%)
  • Erhöhung der Kundenbindung (+12%)
  • Senkung der Kosten aufgrund vakanter Stellen (+8%)
  • Steigerung der Bewerberqualität (+4%)

 

Quelle:
www.erfolgsfaktor-familie.de
www.ffp-muenster.de/tl_files/dokumente/arbeitspapier_ffp_2008_5.pdf